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Ich habe mir angewöhnt die Relais einzeln zu bauen,
auch wenn ich mehrere zusammen benötige. Der Vorteil zeigt sich bei einem defekten Relais, dass so schneller ausgewechselt werden kann.
Für jeden Baustein benötigt man einen Ausschnitt einer Lotstreifenraster-Platine,(
Lochrasterplatine z.B. 529506 bei Conrad
). Wie auf dem Bild zu sehen sägt man mit einer kleinen PUK Säge o.ä. ein 10x12 Punkte Raster aus. (Abb 1)
Das eigentliche Relais ist bei mir bis
dato nur die Conrad.de Produktlink:
Bi Stabildes Relais
(2A 24Volt, mit 2 Umschaltern). Die beiden Spulen, die das Relais in die jeweils andere Richtung schalten liegen dicht beieinander (Bild Lötseite unten). Das ganze sollte nach dem Löten von
oben und unten so aussehen wie auf Abb 2. ()
Für den dritten Schritt ist es sehr wichtig, dass zwei Dioden in der richtigen Richtung eingelötet werden (
z.B. Diode Conrad Art.Nr. 162248
am besten gleich 100 bestellen ist deutlich günstiger und man braucht ständig welche als ‘Wechselstrom-Bahner’). Der Ring der Diode sollte wie auf
Abb 3 zu sehen links nach unten (zum Relais) zeigen und rechts nach oben (vom Relais weg) zeigen. Dies ist nötig, da mit Wechselstrom geschaltet wird und das Relais nur mit Gleichstrom klarkommt.Auf dem Bild ist zu erkennen an welchen Stellen (x) auf der Lötseite die Dioden verlötet werden müssen.
ACHTUNG: Auf der Abbildung fehlt das
Trennen der Leiterbahnen zwischen den Relaiskontakten. Die unteren acht Leiterbahnen müssen in der Mitte (also zwischen den Lötstellen) getrennt werden. Ein Bild dazu folgt.
Der eigentliche Baustein ist hier schon fertig und für alle, die noch nicht soviel gelötet
haben sei gesagt: Es ist nicht schwer ! Was jetzt noch fehlt sind die Anschlußkabel.
In Abb 4 kommen zuerst 2 grüne und 2 gelbe Kabel
zum Einsatz. Das gelbe Kabel ist der Lichtstrom (am Märklintrafo auch gelb) und muss auch dort angeschlossen werden.Das zweite sehr kurze gelbe Kabel ist eine Brücke von der einen Seite zur
anderen. In der Schemazeichnung unten ist gut zu erkennen an welchen Punkten diese angelötet werden sollte.
Die beiden grünen Kabel Schalten das Relais. Also: Kabel grün 1 Kontakt mit Masse (braun am Trafo) Schaltzustand 1, Kabel grün 2 Kontakt mit Masse
Schaltzustand 2. Zur Erläuterung: Die beiden grünen Kabel sind jeweils an den äußern Kontakten der Dioden angeschlossen. Das andere Ende der Dioden sitzt an der Spule
zum Schalten und am anderen Ende der Spule schließt sich der Stromkreis über das gelbe Kabel zum Trafo. Verstanden ?!?!
Das Bi Stabile Relais ist also jetzt schon in der Lage verschiedene Schaltzustände
anzunehmen, nur können diese noch nicht genutzt werden. Dazu kommen wir jetzt.
Auf der Abb 5 sind nur 4 orange Kabel
angelötet. an den beiden roten Pfeilen (>) können weitere Kabel angelötet
werden. Ich habe das Relais aber nur so gebraucht um im jeweils anderen Schaltzustand einen Kontakt offen zu haben und den anderen zu.
In der Schemazeichnung sehen Sie das Relais um 180
Grad gedreht (oben ist unten). Das oberer orange Kabel ist hier X0 bzw 0, und die beiden darunter sind 1 und 2 bzw X1 und X2. Je nach Schaltzustand ist entweder 0 zu
1 oder 0 zu 2 geschlossen (analog mit den X Kontakten)
Eine Beispielhafte Anwendung:
Sie möchten eine nicht sichtbare Strecke stromlos schalten können. Dazu schließen Sie die beiden orangenen Kabel einer Seite wie bei einem Signal am
Mittelleiter an (natürlich die eigentlich Strecke isolieren). Gelb kommt an den Trafo und die beiden grünen Kabel werden an ein Stellpult angeschlossen. Der Bonbon: Sie können sich an
den beiden anderen orangenen Kabeln als Schalter für ein Lämpchen benutzen, dass anzeigt ob der Kontakt offen oder zu ist !
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